Text der Petition
Mit der Petition wird ein zentrales, übersichtliches und für Laien verständliches Online-Portal gefordert, dass über alle Förderprogramme von Bund, Ländern und EU sowie staatlichen Zuschüsse informiert.
Begründung
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Förderprogramme und staatliche Zuschüsse (z. B. für energetische Sanierungen, Familien, Bildung, Digitalisierung, E-Mobilität oder Existenzgründung) künftig zentral, übersichtlich und für Laien verständlich dargestellt werden müssen.
Viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, dass sie Anspruch auf verschiedene Förderungen oder Zuschüsse haben. Diese Fördermöglichkeiten sind derzeit auf zahlreichen Webseiten verstreut (Bund, Länder, Kommunen, Förderbanken, EU) und oft schwer verständlich formuliert. Dadurch verpufft die Wirkung vieler Programme, Fördermittel bleiben ungenutzt, und sozial schwächere oder weniger digital-affine Menschen sind strukturell benachteiligt.
Begründung:
Aktuell gibt es in Deutschland mehrere tausend Förderprogramme von Bund, Ländern und EU – doch kaum jemand kennt sie.
Selbst Fachleute müssen sich mühsam durch komplizierte Förderdatenbanken, unterschiedliche Portale und PDF-Dokumente arbeiten. Für normale Bürgerinnen und Bürger ist es nahezu unmöglich, schnell herauszufinden, welche Förderung für sie persönlich relevant ist.
Diese Intransparenz führt zu:
einer ungleichen Nutzung staatlicher Mittel (vor allem durch Personen mit Fachwissen oder Beraterzugang),
einer ineffizienten Mittelverwendung, da Gelder ungenutzt bleiben,
einem Vertrauensverlust in Politik und Verwaltung, weil Förderangebote als intransparent oder nutzlos wahrgenommen werden.
Vorgeschlagene Maßnahmen / Lösungen:
1. Zentrales Förderportal des Bundes
Ein einziges, leicht verständliches Online-Portal, das alle Förderprogramme von Bund, Ländern und EU bündelt.
Bürgerinnen und Bürger geben dort einfache Angaben ein (z. B. Einkommen, Wohnsituation, Themeninteresse), und das System zeigt passende Fördermöglichkeiten automatisch an.
2. Automatische Benachrichtigung bei Relevanz
Bürgerinnen und Bürger können sich optional registrieren, um bei neuen oder geänderten Förderungen automatisch informiert zu werden (z. B. „Förderung für Balkonkraftwerke jetzt verfügbar“).
3. Pflicht zur laienverständlichen Sprache und Kurzfassung
Alle Programme müssen eine einheitliche, leicht verständliche Zusammenfassung enthalten (Zielgruppe, Höhe, Fristen, Kontakt).
4. Verknüpfung mit bestehenden Bürgerdiensten
Integration in das „Bürgerportal“ und das ELSTER-System, sodass Bürger direkt sehen, welche Förderungen für sie in Frage kommen.
5. Öffentliche Informationskampagne
Eine bundesweite Kampagne, die Bürgerinnen und Bürger auf das neue Portal und die Fördermöglichkeiten aufmerksam macht – über Medien, Ämter, Energieberater, Banken und Schulen.
Ziel:
Transparente, gerechte und effiziente Nutzung öffentlicher Fördermittel – unabhängig von Bildung, Einkommen oder digitaler Erfahrung.
Denn nur wer Förderungen kennt, kann sie auch nutzen.