Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass in Deutschland ein moderner, nachhaltiger Toilettenstandard eingeführt wird, der die wasserbasierte Intimhygiene (z. B. Bidet-, Dusch- oder Flaschensysteme) als hygienische und ökologische Alternative zu Toilettenpapier fördert und langfristig in öffentlichen und privaten Sanitäreinrichtungen etabliert.
Begründung
Die derzeit vorherrschende Nutzung von Toilettenpapier ist weder besonders hygienisch noch ökologisch nachhaltig. Für dessen Herstellung werden weltweit jährlich Millionen Tonnen Zellstoff verbraucht – mit hohen Energie-, Wasser- und Chemikalienaufwänden. Hinzu kommt die Umweltbelastung durch Transport, Verpackung und Entsorgung.
In zahlreichen Ländern gilt die Reinigung mit Wasser längst als Standard. Diese Methode ist gründlicher, hautschonender und erzeugt keinen Abfall. Medizinisch gilt sie zudem als vorteilhaft bei Hautreizungen, Hämorrhoiden und Infektionen.
Die Einführung eines neuen Toilettenstandards würde:
die Hygienequalität verbessern,
Ressourcenverbrauch und Abfall reduzieren,
die Klimabilanz verbessern,
Gesundheitskosten langfristig senken.
Der Staat kann diesen Wandel fördern durch:
Aufnahme wasserbasierter Systeme in Bau- und Hygienerichtlinien,
steuerliche Förderung von Dusch-WCs, Bidets und mobilen Wasserspendern,
Informationskampagnen zu nachhaltiger Körperhygiene,
Pilotprojekte in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Verkehrseinrichtungen.
Langfristig sollte die Nutzung von Wasser, milder Seife und Handtuch als moderner, hygienischer und ökologischer Standard gelten.
Damit würde Deutschland einen bedeutenden Beitrag zu Gesundheit, Umweltschutz und moderner Sanitärkultur leisten.
Wasser reinigt – Papier verschmiert.