Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, dass Ausbildungsbetriebe verpflichtet werden, anonymisierte Kennzahlen zur Ausbildungsqualität zu veröffentlichen - insbesondere Bestehensquoten, Abbruchquoten und Übernahmequoten. Dadurch sollen Transparenz und Vergleichbarkeit für Bewerber geschaffen und Anreize für Betriebe zur Verbesserung ihrer Ausbildung gegeben werden.
Begründung
In Deutschland herrscht ein deutlicher Mangel an Transparenz über die Qualität einzelner Ausbildungsbetriebe.
Auszubildende und Bewerber können derzeit kaum nachvollziehen, wie erfolgreich eine Ausbildung in einem bestimmten Betrieb tatsächlich verläuft. Wichtige Kennzahlen wie Bestehensquoten, Abbruchraten oder Übernahmequoten werden weder einheitlich erhoben noch öffentlich zugänglich gemacht.
Dies führt dazu, dass viele junge Menschen ihre Ausbildung in Betrieben beginnen, die strukturelle Probleme, schlechte Betreuung oder mangelhafte Ausbildungsstandards haben – oftmals ohne dies vorher erkennen zu können. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Betriebe, die hervorragende Ausbildungsarbeit leisten, aber dafür kaum öffentliche Anerkennung erhalten.
Mit dieser Petition wird gefordert, dass Betriebe jährlich anonymisierte Ausbildungskennzahlen an die zuständigen Kammern (IHK, HWK usw.) übermitteln, die diese in einem öffentlichen Register oder Bewertungsportal zusammenfassen. Erfasst werden könnten unter anderem:
Anteil bestandener Abschlussprüfungen
Abbruchquote der Ausbildungsverhältnisse
Übernahmequote nach der Ausbildung
Die Daten würden nicht personenbezogen, sondern betriebsbezogen anonymisiert veröffentlicht, um Datenschutz zu gewährleisten.
Der Nutzen wäre vielfältig:
Bewerber erhalten bessere Orientierung und können Betriebe gezielter auswählen.
Betriebe mit guter Ausbildungsqualität werden sichtbar und profitieren durch positives Image.
Kammern und Politik erhalten wertvolle Daten zur Verbesserung der Ausbildungslandschaft.
Eine solche Regelung würde Transparenz und Vertrauen stärken, gute Ausbildung fördern und Betriebe motivieren, ihre Qualität kontinuierlich zu verbessern.
So könnte langfristig das duale Ausbildungssystem modernisiert und attraktiver gestaltet werden – im Interesse von Auszubildenden, Betrieben und der gesamten Wirtschaft.