Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, die Grundlage für die Berechnung des jährlichen Durchschnittsentgelts gemäß § 68 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch zu reformieren und zukünftig den Medianlohn anstelle des arithmetischen Durchschnittslohns als Referenzgröße für die Rentenberechnung festzulegen.
Begründung
Derzeit wird das jährliche Durchschnittsentgelt, das die Grundlage für die Ermittlung von Rentenpunkten bildet, auf Basis des arithmetischen Durchschnitts der sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelte festgelegt.
Diese Methode führt zu einer systematischen Verzerrung nach oben, da hohe Einkommen den Durchschnitt stark anheben, während die Mehrheit der Beschäftigten deutlich darunterliegt.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes beträgt der Medianlohn in Deutschland regelmäßig 10–15 % unter dem offiziellen Durchschnittsentgelt.
Das bedeutet:
Ein erheblicher Teil der Beschäftigten erzielt weniger als einen Rentenpunkt pro Jahr, obwohl sie objektiv zum mittleren Einkommensbereich gehören.
Diese Diskrepanz führt dazu, dass Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotz jahrzehntelanger Vollzeittätigkeit nur unzureichende Rentenansprüche aufbauen.
Die aktuelle Berechnungsmethode trägt somit zur strukturellen Altersarmut bei und widerspricht dem verfassungsrechtlich garantierten Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG) sowie dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG).