Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass psychische und gesellschaftliche Schäden durch widersprüchliche, ideologisch oder polemisch geprägte Weltbilder – sogenannte Indoktrinationsschäden – wissenschaftlich untersucht, als behandlungsbedürftige geistige Beeinträchtigung anerkannt und in ein therapeutisches sowie rechtliches Rahmenkonzept aufgenommen werden, um Prävention und Heilung zu fördern.
Begründung
In einer Zeit ständiger Informationsflut sind Bürgerinnen und Bürger zunehmend widersprüchlichen, emotional aufgeladenen und polemischen Weltbildern ausgesetzt. Diese führen oft zu kognitiven Dissonanzen, Realitätsverlust und gesellschaftlicher Polarisierung.
Wenn Menschen dauerhaft gezwungen sind, gegensätzliche Überzeugungen nebeneinander zu akzeptieren – etwa durch politische Propaganda oder mediale Zuspitzung – kann dies zu einer tiefgreifenden psychischen Überforderung führen.
Solche Indoktrinationsschäden äußern sich durch rigides Denken, Angst, Aggression, ideologische Verhärtung oder Realitätsverweigerung. Die Betroffenen können Ursache und Wirkung gesellschaftlicher Probleme nicht mehr klar unterscheiden und neigen zu vereinfachenden Feindbildern.
Dieser Zustand ist kein individuelles Versagen, sondern eine gesellschaftlich erzeugte Belastung, die bislang weder wissenschaftlich klar beschrieben noch therapeutisch erfasst ist.
Die Anerkennung solcher Störungen als behandlungsbedürftig würde einen neuen Weg eröffnen, um ideologische Spaltung, Radikalisierung und soziale Entfremdung gezielt zu therapieren, statt sie nur politisch zu bekämpfen.
Wir fordern daher:
Die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens Indoktrinationsschaden durch interdisziplinäre Fachgremien.
Die Entwicklung diagnostischer Kriterien und Leitlinien, um betroffene Personen zu identifizieren und therapeutisch zu unterstützen.
Die Prüfung eines rechtlichen Rahmens, der Behörden und Fachstellen in klar definierten Fällen eine Einweisung oder Behandlung im öffentlichen Interesse ermöglicht.
Präventions- und Bildungsprogramme zur Förderung von kritischem Denken, Medienkompetenz und psychischer Resilienz gegenüber manipulativer Kommunikation.
Langfristig würde diese Anerkennung helfen, die politische und geistige Gesundheit unseres Landes zu stärken, Desinformation entgegenzuwirken und Vertrauen in eine sachliche, wahrheitsorientierte Diskussionskultur zurückzugewinnen.