Text der Petition
Arbeitnehmer mit hohen Einkommen profitieren mehr von der Pendlerpauschale als Arbeitnehmer mit geringem Einkommen. Die Pendlerpauschale muss daher sozial gerechter und dem Zweck entsprechend gestaltet werden.
D. h. die Steuerrückerstattung darf nicht nach dem Einkommensteuersatz berechnet werden, sondern nach den gefahrenen Kilometern.
Diese Verfahrensweise ist unkompliziert möglich und durchführbar.
Und sie entspricht dem Zweck der Pendlerpauschale.
Begründung
Es ist zutiefst ungerecht, dass Menschen mit hohen Einkommen für den Weg zur Arbeit eine höhere Steuerrückerstattung erhalten, als Menschen mit geringen Einkommen, die die Unterstützung viel dringender brauchen.
Die Pendlerpauschale soll ab 2026 auf 38 Cent ab dem 1. Kilometer erhöht werden. Obwohl allseits bekannt ist, dass die höheren Einkommensgruppen davon überproportional profitieren, erfolge diesbezüglich keine Reformation.
Menschen mit geringen Einkommen,
• wohnen oft weiter außerhalb, weil dort wohnen günstiger ist (oft ist dann aber auch die Anbindung an den öffentl. Nahverkehr nicht oder nur unzureichend vorhanden),
• fahren meist alte Autos, die mehr Sprit benötigen und mit Super Benzin (6 Cent teurer als E 10) betankt werden müssen (an ein E-Auto ist im Traum nicht zu denken),
• können sich Umzüge oft nicht leisten, wenn sie den Arbeitsplatz wechseln oder wechseln müssen,
Warum erhält ein Besserverdienender, der einen höheren Steuersatz hat, eine höhere Steuerrückerstattung für seine Fahrtkosten? Die Pendlerpauschale soll dazu dienen, die Kosten für den Arbeitnehmer zu senken. Hier geht es nicht darum, dass jemand der viel verdient, sich den Weg zur Arbeit besser leisten kann!
Auch die Mobilitätsprämie fängt diese soziale Ungrechtigkeit nicht auf. Sie ist kompliziert, bürokratisch, arbeitsaufwendig und wahrscheinlich wird sie von Geringverdienern meistens nicht genutzt, weil sie sich keinen Steuerberater leisten können, der sie darauf aufmerksam macht.
Es wäre doch sehr einfach zu schauen, wie hoch das Steueraufkommen für die Pendlerpauschale ist. Wenn dieser Betrag durch die gesamten in den Steuererklärungen angegebenen Killometer geteilt wird, hätten wir den Betrag, mit dem jeder einzelne Kilometer subventioniert werden könnte. D. h. jeder Arbeitnehmer würde eine Pendlerpauschale erhalten, die den gefahrenen Kilometer entspricht.
Das Argument, wer viel verdient zahlt auch viel mehr Steuern, ist hier nicht angebracht. Es geht darum, Menschen, die einen langen Anfahrtsweg zur Arbeit haben, zu entlasten.
Es wird immer gesagt Arbeit lohnt sich. Dies trifft aber nicht auf Arbeitnehmer mit geringen Einkommen zu. Wenn diese einen langen Weg zur Arbeit haben und 200,00 - 300,00 Euro Spritgeld benötigen, ist kaum noch ein Anreiz vorhanden.