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Petition 190761

Allgemeine Kulturpflege

Errichtung eines nationalen Denkmals vom 18.11.2025

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag, die Bundesregierung und die Kultusministerkonferenz werden gebeten, ein Nationales Denkmal für die Frauen und Männer zu errichten, die während der nationalsozialistischen Diktatur Jüdinnen und Juden sowie andere Verfolgte retteten, indem sie Befehle verweigerten, sich schützend vor Menschen stellten oder persönliche Risiken eingingen.

Begründung

1. Über 650 Deutsche wurden von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt.

Diese Menschen setzten ihr Leben aufs Spiel, um Verfolgte zu schützen.
Viele von ihnen handelten im Geheimen, ohne öffentliche Anerkennung, und oft gegen den Willen des Staates.

Sie sind ein Teil deutscher Geschichte, der viel zu wenig sichtbar ist.

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2. In der Nachkriegszeit wurden diese Retter oft ignoriert oder verdrängt.

Ein großer Teil der damaligen politischen und administrativen Verantwortungsträger hatte selbst NS-Vergangenheit.
Viele Retter passten nicht in das Bild der frühen Bundesrepublik, und manche wurden bewusst nicht erwähnt.

Bis heute gibt es kein nationales Denkmal, das ihr Handeln würdigt.


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3. Ein Denkmal würde die Erinnerungskultur vervollständigen.

Deutschland erinnert zurecht an:

die Opfer der Shoah,

den Widerstand (20. Juli, Weiße Rose),

die zerstörerische Gewalt des Regimes.


Doch es fehlt ein Ort der Dankbarkeit, der zeigt,
dass selbst im totalitären System Menschlichkeit möglich war.

Ein solches Denkmal würde:

Mut und Zivilcourage würdigen,

kommenden Generationen Vorbilder geben,

die demokratische Kultur stärken,

zeigen, dass Entscheidungen Einzelner Leben retten können.



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4. Das Denkmal soll sichtbar und öffentlich sein.

Ich schlage vor:

einen Standort in Berlin, nahe dem Bundestag oder dem Holocaust-Mahnmal,

ergänzt durch digitale Archive,

mit Einbindung in Schulunterricht und Gedenktage.

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