Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, Rentenanwartschaften bei öffentlichen Sozialversicherungsträgern der US-amerikanischen Bundesstaaten analog den internationalen Sozialversicherungsverträgen bei der deutschen Rentenversicherung Bund anzurechnen.
Begründung
Viele deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nach ihrem Studium und ihrer Promotion als Postdocs an staatlichen Universitäten in den USA tätig sind, werden für ihre dortigen Lehraufgaben von der Einkommenssteuer befreit. Dies hat zur Folge, dass die an die Rentenversicherungsanstalten der jeweiligen US-Bundesstaaten abgeführten Rentenversicherungsbeiträge oftmals nicht an die amerikanische Bundesverwaltung gemeldet werden.
Aufgrund dieser fehlenden Meldung werden die dort erworbenen Versicherungszeiten von den bestehenden deutsch-amerikanischen Rentenversicherungsabkommen nicht erfasst. Dies führt für die Betroffenen zu einem Nachteil bei ihren Rentenanwartschaften und damit zu einer ungerechten Benachteiligung im Hinblick auf ihre Ansprüche gegenüber der deutschen Rentenversicherung.
Ich bitte den Deutschen Bundestag daher, zu prüfen und sich dafür einzusetzen, dass Rentenanwartschaften von Wissenschaftlern, die in den USA in einem Umfang vergleichbar zu den Versicherungszeiten der USA Beiträge in die bundesstaatlichen Rentensysteme eingezahlt haben, von der deutschen Rentenversicherung in gleichem Maße anerkannt werden wie andere Versicherungszeiten im Rahmen der bestehenden Rentenversicherungsabkommen.
Ziel ist es, diese Diskrepanz zu beseitigen und die soziale Absicherung von Gastwissenschaftlern bei Rückkehr nach Deutschland sicherzustellen.