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Petition 192206

Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik

Verbesserung der Regulierung des Arbeitsmarktes und gerechter Beschäftigungschancen vom 19.12.2025

Text der Petition

Mit der Petition wird eine qualifikationsgerechte Beschäftigung von Akademikerinnen und Akademikern, verbindliche Regeln im Bewerbungsprozess sowie klare Qualifikationsanforderungen für IT-Positionen gefordert.

Begründung

Betreff: Forderung nach Verbesserung der Regulierung des Arbeitsmarktes und gerechter Beschäftigungschancen

Forderungen
Ich bitte den Deutschen Bundestag zu prüfen, ob gesetzliche Regelungen eingeführt bzw. angepasst werden können, insbesondere:
1. Verbindliche Rückmeldefristen im Bewerbungsprozess
2. Verpflichtung zu nachvollziehbaren und konkreten Absagebegründungen
3. Wirksamere Maßnahmen gegen Diskriminierung, insbesondere aufgrund ausländischer Namen
4. Inflationsausgleich bei Festanstellungen, vergleichbar mit Anpassungen beim Mindestlohn
5. Klare und verbindliche Qualifikationsanforderungen für IT-Positionen
○ IT-Tätigkeiten sollen grundsätzlich nur von Personen mit relevanter IT-Ausbildung oder IT-Studium ausgeübt werden
6. Vermeidung von Dequalifizierung akademisch ausgebildeter Fachkräfte
7. Höhere finanzielle Bewertung eines Masterabschlusses gegenüber einer Berufsausbildung
8. Anerkennung akademischer Abschlüsse als relevante Berufserfahrung, vergleichbar mit Ausbildungszeiten
9. Sicherstellung von Leistungs- und Qualifikationsgerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt
Transparenz und Vermeidung von Interessenkonflikten im öffentlichen Dienst (z. B. bei Einstellungen aufgrund persönlicher Verbindungen)

Begründung
Derzeit werden in Deutschland zahlreiche gesellschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bereiche reformiert (z. B. Bürgergeld, Wehrdienst, Sonderregelungen infolge der Corona-Pandemie). Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, warum keine vergleichbaren Reformen existieren, die sicherstellen, dass akademisch qualifizierte Personen eine angemessene, qualifikationsgerechte und fair vergütete Beschäftigung erhalten.
In der Praxis zeigt sich zunehmend:
* Akademikerinnen und Akademiker bleiben trotz formaler Qualifikation arbeitslos oder unterbeschäftigt.
* Bewerbungsverfahren verlaufen häufig intransparent, ohne Rückmeldung oder mit pauschalen Absagen.
* Diskriminierung, insbesondere aufgrund ausländischer Namen, ist weiterhin ein relevantes Problem.
* Arbeitgeber berücksichtigen steigende Lebenshaltungskosten (insbesondere Mieten) nicht ausreichend.
* IT-Positionen werden teilweise mit fachfremden Personen besetzt, während qualifizierte IT-Fachkräfte keine Anstellung finden.
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die soziale Schieflage:
Während langjährige Mietverhältnisse zu vergleichsweise niedrigen Kosten bestehen, sind neu zugezogene Erwerbstätige trotz hoher Qualifikation erheblich höheren Mietbelastungen ausgesetzt. Gleichzeitig orientieren sich Gehälter häufig an veralteten Maßstäben, ohne Inflations- und Kostenentwicklung angemessen einzubeziehen.

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