Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, im Rahmen der Bundesförderung für Kitas einen bundesweiten sozialen Mindeststandard einzuführen, der sicherstellt, dass der Gesamtbetrag der Elternbeiträge für alle Kinder einer Familie die Hälfte des monatlichen Minijob-Verdienstes nicht überschreitet.
Begründung
In vielen Regionen Deutschlands sind die Elternbeiträge für Kindertagesstätten in den letzten Jahren stark gestiegen und erreichen teils mehrere hundert Euro pro Monat – oft pro Kind. Für Familien mit mehreren Kindern summieren sich die Kosten auf Beträge, die faktisch dazu führen, dass Erwerbstätigkeit wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist.
Besonders problematisch ist, dass diese Belastung unabhängig von den tatsächlichen Lebenshaltungskosten der Familien entsteht. Hohe Wohnkosten, Energiepreise und weitere Fixkosten werden bei der Festsetzung der Beiträge regelmäßig nicht berücksichtigt. Betreuungskosten, die den Wert eines grundlegenden Erwerbseinkommens erreichen oder übersteigen, widersprechen dem Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Ziel dieser Petition ist es daher nicht, Kommunen finanziell zu benachteiligen, sondern einen bundesweit einheitlichen sozialen Mindeststandard zu schaffen. Die Bundesförderung soll so ausgestaltet werden, dass Länder und Kommunen die Einhaltung dieser Obergrenze umsetzen können, ohne die Qualität der Betreuung zu gefährden.
Eine Begrenzung des Gesamtbetrags der Elternbeiträge auf maximal die Hälfte des monatlichen Minijob-Verdienstes stellt einen klaren, nachvollziehbaren und sozial ausgewogenen Maßstab dar. Sie schützt Familien vor existenzieller Überlastung und stärkt zugleich Erwerbstätigkeit, Fachkräftesicherung und Chancengleichheit.