Text der Petition
Mit der Petition wird zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ein gesetzliches Verbot von sogenannten "Lootboxen" und "Pay-to-Win-Mechaniken" gefordert.
Begründung
Mit dieser Petition fordern wir den Deutschen Bundestag auf, Lootboxen sowie sogenannte Pay-to-Win-Mechaniken in digitalen Spielen gesetzlich zu verbieten oder wirksam zu unterbinden.
Immer mehr Kinder und Jugendliche kommen bereits früh mit Spielmechaniken in Kontakt, die auf Zufall, ständige Belohnungsreize und finanziellen Druck setzen. Lootboxen funktionieren nach Prinzipien, die denen des Glücksspiels ähneln und nachweislich ein hohes Suchtpotenzial besitzen. Minderjährige können die psychologischen und finanziellen Folgen solcher Systeme nicht überblicken und sind ihnen weitgehend schutzlos ausgeliefert.
Eltern berichten zunehmend von Kontrollverlust, hohen ungeplanten Ausgaben und emotionalem Druck auf ihre Kinder. Pay-to-Win-Modelle verstärken diese Problematik, indem sie Frustration bewusst erzeugen und den Eindruck vermitteln, dass Fortschritt und Erfolg nur durch Geld möglich sind. Damit werden Kinder früh an suchtähnliche Verhaltensmuster herangeführt.
Der Staat trägt eine besondere Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht über dem Schutz der psychischen Gesundheit junger Menschen stehen. Länder wie Belgien haben gezeigt, dass ein konsequentes Vorgehen möglich ist.
Wir fordern daher eine klare gesetzliche Regelung, die Kinder und Jugendliche wirksam vor ausbeuterischen und suchtgefährdenden Monetarisierungsmodellen schützt und faire, transparente Spielmechaniken sicherstellt.