Text der Petition
Mit der Petition wird eine Reform des Deutschen Ethikrates gefordert. Im Ethikrat sollte sich ansatzweise ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt wiederfinden, um die ethischen Fragestellungen der Zeit adäquat zu beantworten. Dies ist derzeit nicht der Fall und sollte geändert werden.
Begründung
Betrachtet man die personelle Aufstellung des deutschen Ethikrates ist festzustellen, dass Akademiker in diesem Gremium stark überrepräsentiert sind. Von derzeit insgesamt 24 Mitgliedern sind 20 Personen Professor Doktor, 3 Personen Doktor und nur eine Person ist promotionsfrei und geht offenbar keiner akademischen Lehrtätigkeit nach. Diese personelle Aufstellung ist im höchsten Maß problematisch, da nicht ansatzweise ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt abgebildet wird. Warum ist z.B. kein Kaufmann, Handwerker, Pflegekraft, Polizist oder Feuerwehrmann vertreten? Wie kann man mit der gegenwärtigen, kopflastigen Aufstellung ethische Fragestellungen ausgewogen bewerten und Empfehlungen aussprechen, wenn die Aufstellung des Rates selbst einen unethischen Beigeschmack hinterlässt? Ist Ethik bzw. die ethische Einordnung von zeitgenössischen Themen ein akademisches Vorrecht? Können nur Akademiker einordnen was richtig und was falsch ist? Es erschließt sich nicht, warum ethisch relevante Fragestellungen im Rat nur aus aus der akademischen Perspektive zu betrachten sind. Im Ethikrat sollte sich ansatzweise ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt wiederfinden, um die ethischen Fragestellungen der Zeit adäquat zu beantworten. Auf dieser Grundlage bitte ich Sie, die Petition zu unterstützen, um den deutschen Ethikrat zukünftig an der Lebenswirklichkeit der Bevölkerungsstruktur auszurichten.