Text der Petition
Mit der Petition wird für die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung (PKV) sowie die Einführung einer Einheitsversicherung plädiert.
Begründung
Das aktuelle duale System aus Gesetzlicher (GKV) und Privater Krankenversicherung (PKV) hat eine strukturelle Schieflage erreicht. Andere Zeiten erfordern neue Regelungen. Jetzt muss schnell gehandelt werden.
1. Zwei-Klassen-Medizin:
Während Kassenpatienten trotz jahrzehntelanger Einzahlung Monate auf lebenswichtige Facharzttermine warten, erhalten Privatversicherte aufgrund höherer Honorarsätze bevorzugten Zugang. Dies ist mit dem Grundgesetz und dem Sozialstaatsprinzip kaum zu vereinbaren.
2. Erosion der Solidargemeinschaft:
Das aktuelle System erlaubt es einkommensstarken Gruppen, sich der Solidargemeinschaft zu entziehen. Das Argument der Politik, eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze würde zur Abwanderung in die PKV führen, belegt das Paradoxon: Das System ist so konstruiert, dass die Leistungsfähigsten einen Anreiz haben, die GKV zu verlassen. Durch eine Einheitsversicherung wird dieser Fluchtweg geschlossen; die Finanzbasis unseres Gesundheitssystems wird massiv gestärkt.
3. Strategische Systemwechsel und ihre Folgen für die GKV:
Es ist eine wachsende Tendenz zu beobachten, dass Versicherte die Vorteile der PKV (niedrige Beiträge in jungen Jahren) nutzen, um dann über rechtliche Grauzonen im Alter in die GKV zurückzukehren, wenn die privaten Prämien unbezahlbar werden. So wird die GKV zum „Auffangbecken“ für jene, die zuvor nicht in sie eingezahlt haben. Das Sozialsystem kollabiert unter dieser Last.
4. Ineffizienz durch Bürokratie:
Über hundert verschiedene Krankenkassen mit eigener Verwaltung binden Beiträge, die für die Pflege und ärztliche Behandlung fehlen. Eine Konsolidierung der Kassenlandschaft kann den Fokus zurück auf den Patienten lenken.