Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, Tests zur Typisierung in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) für mögliche Spender über die gesetzlichen und privaten Krankenkassen zu finanzieren.
Begründung
Es geht um unsere Mitmenschen die von Blutkrebs betroffen sind. Um ihnen eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit zu bieten, schlage ich vor:
-Tests zur Typisierung für mögliche Spender über die gesetzlichen und privaten Krankenkassen finanzieren, dies unter dem Gleichstellungsprinzip bei Vorsorgeleistungen und dem Grundsatz “Überlebenswichtige Leistung”.
Derzeit ist DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) als Organisation stark abhängig von privaten Spenden, Geld das dringend in die Hauseigene Forschung und in die Werbung zur Erreichung potenzieller Spender gesteckt werden sollte. Außerdem könnten diese Gelder für Typisierungen aus dem Ausland verwendet werden (die Registerdatei wird weltweit gepflegt, ein Erkrankter hier kann seinen passenden Spender auf der ganzen Welt finden).
Meiner Ansicht nach ist die Typisierung eine Leistung die in das Krankenkassensystem angegliedert werden muss, in die gesetzliche und private. Die Rechnung von der Logik her ist einfach: Je mehr sich testen lassen, desto mehr Erkrankte haben die Chance geheilt zu werden. Und je mehr sich im Register befinden, desto mehr neu Betroffene haben direkt einen geeigneten Spender. Hier befinden wir uns im Vorsorgeprinzip (und sollte der Gleichstellung für Vorsorgeleistungen unterliegen) und wirkt sich positiv auf den Zeitfaktor aus, dieser ist sehr wichtig in Bezug auf die Heilungschancen.
Greifen wir die Testlogik in Corona-Zeiten auf, dient auch hier der Test um andere zu schützen, nur nicht über den Weg “Ansteckungsrisiko”, sondern “Heilungschance”. Um einen anderen Blickwinkel zu bekommen: Würden wir ein neues Virus bekommen das nach dem Prinzip wie bei Leukämie funktioniert, viele sind auf eine Spende angewiesen bei der nicht jeder als Spender in Frage kommt: Wir würden dies als neuen Vorgang bewerten und mit aller Kraft alle Mitbürger mobilisieren um Betroffenen zu helfen, inkl. der Kostenübernahme für die Typisierung, die sehr wahrscheinlich niemand hinterfragen würde.
Neben der möglichen direkten Ansprache durch Krankenkassen an ihre Versicherten lässt sich so dieses Thema auch an niedergelassene Ärzte adressieren. Aufklärung die eine gewisse Aufmerksamkeitsspanne benötigt, ist bei Hausärzten gegeben: Informierte Leute haben eine deutlich höhere Akzeptanz, sind bereit sich typisieren zu lassen. Ausschlusskriterien die sehr streng geregelt sind, bekommen so die Chance individuell und durch den Arzt beurteilt zu werden und erweitert die Zielgruppe deutlich an möglichen Spendern. Weiterer Vorteil ist der Abbau von Barrieren wenn Tests direkt in der Praxis durchgeführt werden können, gerade für Menschen die lediglich offline unterwegs sind (Test-Kit-Bestellung derzeit mit Fokus auf Online-Formular). Auch für alle anderen nimmt es Schritte, wie die Bestellung und Rücksendung sowie die Unsicherheit wie man sich selbst testet.