Text der Petition
Mit der Petition wird eine gesetzliche und betriebliche Verpflichtung gefordert, Führerstände von Lokomotiven im Güter- und Fernverkehr standardmäßig mit sanitären Einrichtungen sowie modernen Unterstützungssystemen zur Vigilanz-Steuerung auszustatten.
Begründung
* Menschenwürde und Gesundheit: Es ist anachronistisch und unzumutbar, daß Lokomotivführer im Jahr 2026 gezwungen sind, ihre Notdurft im Gleisbett zu verrichten. Dies führt zu Dehydrierung (durch bewußtes Wenigtrinken) und massivem psychischem Streß, was die Gesundheit des Personals langfristig schädigt.
* Betriebssicherheit: Ein Lokführer, der unter körperlichem Drang leidet oder durch monotone Stille in die kognitive Tunnelbildung (Tagträumerei) gerät, stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Die Möglichkeit, leise Musik oder Hörbeiträge zur Aufmerksamkeitssteuerung zu nutzen (analog zum Straßenverkehr), schärft die Vigilanz in monotonen Phasen. Man könnte dafür auch spezielle "Musik für Lokführer" entwickeln (lassen), die diesen Zweck besonders gut erfüllen könnte.
* Nachwuchsgewinnung: Der Fachkräftemangel auf der Schiene läßt sich nicht durch Marketingkampagnen lösen, solange die Arbeitsplätze biologische Grundbedürfnisse ignorieren. Die Hemmschwelle für Quereinsteiger ist aufgrund der „Toiletten-Problematik“ und der sozialen Isolation im Führerstand unnötig hoch.
* Technischer Fortschritt: Moderne Technik erlaubt es problemlos, Unterhaltungselektronik bei sicherheitskritischen Signalen (Sifa, PZB) automatisch stumm zu schalten. Das Argument des „historischen Verbots“ ist technisch überholt.