Text der Petition
Die Petition fordert eine Prüfung, wie der Verkauf bestimmter Waren stärker an regionale Erzeuger gebunden werden kann. Ziel ist, lokale Handwerksbetriebe zu stärken, Preisstabilität zu fördern und industrielle Shop‑in‑Shop‑Konzepte in Supermärkten zu begrenzen. Durch regionale Bezugsquoten und transparente Herkunftskennzeichnung soll die regionale Wertschöpfung gesichert werden.
Begründung
Der Erhalt regionaler Wertschöpfungsketten ist für viele ländliche und städtische Räume in Deutschland von zentraler Bedeutung. Regionale Erzeuger – insbesondere handwerkliche Bäckereien, Metzgereien und kleine Lebensmittelbetriebe – stehen zunehmend unter Druck durch industrielle Massenproduktion und Shop‑in‑Shop‑Konzepte großer Supermarktketten. Diese Strukturen ermöglichen es Supermärkten, Produkte anzubieten, die optisch wie handwerkliche Erzeugnisse wirken, tatsächlich aber zentral produziert und lediglich vor Ort aufgebacken oder portioniert werden. Dies führt zu verzerrten Wettbewerbsbedingungen, da regionale Betriebe höhere Produktionskosten, strengere Auflagen und geringere Skaleneffekte tragen müssen.
Vor diesem Hintergrund kann es sinnvoll sein zu prüfen, wie der Verkauf bestimmter Waren stärker an regionale Erzeuger gebunden werden kann. Ziel ist nicht, Supermärkte einzuschränken oder bestimmte Produkte zu verbieten, sondern faire Rahmenbedingungen zu schaffen, die regionale Produktion, handwerkliche Qualität und lokale Preisstabilität unterstützen. Eine solche Prüfung könnte verschiedene Ansätze umfassen: regionale Bezugsquoten, verpflichtende Herkunftstransparenz, klare Kennzeichnung von industriellen Shop‑in‑Shop‑Konzepten oder Anreize für Supermärkte, mit lokalen Betrieben zu kooperieren.
Durch eine stärkere regionale Bindung könnten lokale Betriebe stabilisiert, Transportwege reduziert und die Versorgungssicherheit verbessert werden. Gleichzeitig würde die Preisentwicklung entlastet, da regionale Wertschöpfung weniger anfällig für globale Marktvolatilität ist. Verbraucherinnen und Verbraucher erhielten zudem eine klarere Orientierung über Herkunft und Qualität der angebotenen Produkte. Die vollständige digitale Dokumentation von Herkunft, Produktionsweise und Lieferketten könnte Transparenz schaffen und das Vertrauen in regionale Lebensmittel stärken.
Eine solche Reform würde nicht in die Grundrechte der Marktteilnehmer eingreifen, sondern lediglich prüfen, wie strukturelle Wettbewerbsverzerrungen reduziert werden können. Die verfassungsrechtlich geschützte Berufsfreiheit bliebe gewahrt, da keine Verbote ausgesprochen, sondern Rahmenbedingungen überprüft würden. Die Rolle des Einzelhandels würde nicht eingeschränkt, sondern durch klare Regeln ergänzt, die regionale Vielfalt und handwerkliche Qualität schützen.
Die Petition bittet daher den Bundestag zu prüfen, wie der Verkauf bestimmter Waren stärker an regionale Erzeuger gebunden werden kann, um lokale Handwerksbetriebe zu stärken, Preisstabilität zu fördern und die regionale Wertschöpfung langfristig zu sichern.