Text der Petition
Motorradfreundliche Leitplanken: Unterfahrschutz an gefährlichen Straßenabschnitten verpflichtend nachrüsten
Der Deutsche Bundestag möge die Bundesregierung auffordern, gemeinsam mit den Ländern verbindliche Vorgaben und ein Förderprogramm einzuführen, damit Leitplanken an für Motorradfahrende besonders gefährlichen Straßenabschnitten mit geeignetem Unterfahrschutz oder gleichwertigen motorradfreundlichen Rückhaltesystemen ausgestattet werden.
Begründung
Herkömmliche Leitplanken schützen Pkw-Insassen, können aber für gestürzte Motorradfahrende lebensgefährlich sein. Wer nach einem Sturz über die Fahrbahn rutscht, kann unter der Planke hindurch gegen freiliegende Pfosten prallen. Das führt zu schwersten Verletzungen bis hin zu tödlichen Unfallfolgen.
Unterfahrschutz ist keine theoretische Idee. Das System „Euskirchen“ wird in Fachunterlagen als Nachrüstung bestehender Schutzplanken beschrieben; der DVR-Leitfaden nennt als Ziel, Konstruktionsteile und Pfosten abzuschirmen und ein Durchrutschen zu verhindern. Das MVMot zeigt in Vorher-/Nachher-Betrachtungen, dass Unterfahrschutz einen herausragenden Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit leisten kann, während reine Pfostenummantelungen keine vergleichbar positive Wirkung zeigten.
Die Forderung ist deshalb nicht, überall sofort jede Leitplanke umzubauen, sondern gefährliche Abschnitte systematisch, überprüfbar und nach Priorität zu entschärfen. So lassen sich schwere Unfallfolgen reduzieren, ohne die Schutzwirkung für Pkw und Lkw aufzugeben.