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Diskussion zur Petition 54793

Krankheitsbekämpfung

Unterstützung der von Ebola betroffenen Gebiete mit vermehrten Sach- und Geldspenden vom 17.09.2014

Diskussionszweig: Worum geht es eigentlich genau?

Ylander | 30.09.2014 - 10:30

Worum geht es eigentlich genau?

Anzahl der Antworten: 4

Sehr geehrter Petent,

was genau wollen Sie erreichen?

An welche Maßnahmen denken Sie im Einzelnen?

Werden Sie auch vor Ort mithelfen?
4

Ylander | 12.10.2014 - 19:01

Das Problem liegt offensichtlich darin, dass es der Bevölkerung in den betroffenen Ländern / Gebieten an der Einsicht der Zusammenhänge Ihres Verhaltens und der Ausbreitung der Seuche mangelt.

Wenn man die Seuche in den Griff bekommen möchte, wird ein drastisches Eingriffen vor Ort / am Ursprung mit gezielten Maßnahmen auch gegen zu erwartende Widerstände der dortigen Bevölkerung, die Lebensweise radikal zu ändern, insoweit unumgänglich sein.

Wenn die Regierungen dieser Länder um Hilfe bitten, sollte man sie ihnen auf diese Weise zukommen lassen.

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Nutzer1982672 | 12.10.2014 - 11:11

So hart das folgende klingt: Man könnte Transportfahrzeuge für die Toten bereitstellen, Bagger für das Ausheben von Gräbern, Schutzausrüstung und Medikamente, welche den schon Betroffenen ein humanes Sterben ermöglichen solange es nichts wirksames gegen diese verdammte Seuche gibt. In ganz extremen Fällen muss man Gebiete komplette abriegeln und dann mit militärischen Mitteln diese komplett vernichten um der Seuche Herr zu werden. Hoffentlich kommt es nicht so weit......

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Nutzer1909254 | 30.09.2014 - 13:50

Derzeit gibt es zwar grosse Ankündigungen aber begleitet von Pannen.
Mir sind Führungskräfte bekannt, die für weniger als 9.000+++ € zwar weniger Worte aber dafür mehr erfolgreiche Taten liefern.

Montag, 29.09.2014 – 13:19 Uhr

Zitat: von --
http://www.spiegel.de/politik/ausland/probleme-bei-der-bundeswehr-panne-bei-von-der-leyens-ebola-mission-a-994345.html

Montag, 29.09.2014 – 13:19 Uhr
Ursula von der Leyen will nichts mehr gelingen: Bei der groß angekündigten Ebola-Mission der Bundeswehr gab es sofort die erste Panne, wieder blieb eine "Transall" liegen. Hat sich die Ministerin übernommen?
(...)
Die Panne wirkt wie ein ungutes Zeichen für die Ebola-Mission, die von der Leyen in einem Fernsehinterview angekündigt hatte. Die Situation war durchaus typisch: Kaum hatte die Bundesregierung nach langem Warten entschieden, sich im Kampf gegen Ebola doch zu engagieren, stand von der Leyen ohne Absprache mit ihrem Haus schon im Fernsehen und startete durch. Ihre Ansage: Statt eine Bundeswehrmission einzuleiten, sollten sich Freiwillige melden, die in Afrika helfen wollten.

Ministerin überraschte ihr Haus
Im Verteidigungsministerium war man von der Operation einigermaßen überrascht. Wenig später aber erreichte die Truppe auch schon ein Tagesbefehl der Ministerin: Darin warb sie erneut um Soldaten, Sanitäter und zivile Angestellte, die freiwillig nach Afrika ziehen sollten. Den Helfern versprach die Inhaberin der Kommandogewalt nicht nur Ehre und Ruhm, sondern auch noch, sie im Ernstfall, also bei einer Infektion mit Ebola, umgehend wieder aus Afrika rauszuholen.

Die Versprechen werden in ihrem Haus kritisch gesehen. Nur drei Tage nach dem Ebola-Befehl stellten die Experten im Haus ein Papier zur Umsetzung der Idee zusammen. Ein wirkliches Konzept ist es allerdings nicht - stattdessen wimmelt es von Stichworten wie "offene Frage", "Handlungsfelder" und "dringend nötiger Klärung". Am Ende müsse vor allem die Leitungsebene, also von der Leyen, Entscheidungen treffen.

Die offenen Fragen sind keineswegs trivial. Fast noch banal erscheinen die nach einer Besoldung der Freiwilligen oder wie diese in dem Gefahrengebiet bei ihrem zweimonatigen Einsatz versichert werden können. Kniffliger schon werden juristische Probleme: Wie man zum Beispiel Soldaten, selbst wenn sie unbewaffnet nach Afrika gehen und dort in Krankenstationen aushelfen, statusmäßig anmelden muss. Vermutlich muss dazu ein Vertrag her, sagen die Experten.
(...)

Sonntag, 28.09.2014 – 18:42 Uhr
Zitat: von --
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ebola-auswaertiges-amt-lehnt-foerderantrag-von-cap-anamur-ab-a-994224.html

Sonntag, 28.09.2014 – 18:42 Uhr
Die Bundesregierung hat spät auf die Ebola-Krise reagiert und wurde dafür kritisiert. Jetzt hat das Auswärtige Amt die Förderung einer dringend benötigten Ebola-Station in Sierra Leone abgelehnt - mit einer absurden Begründung.
(...)
Vor drei Wochen haben Bauarbeiter und Mitarbeiter von Cap Anamur damit begonnen, die Isolierstation zu errichten, direkt auf einem Grundstück neben dem Kinderkrankenhaus. Als die Hilfsorganisation hörte, dass die Bundesregierung Gelder für eine Ebola-Soforthilfe bereitstellte, nahm sie Kontakt zu zuständigen Abteilung im Auswärtigen Amt auf und stellte einen Antrag auf Förderung des Projekts in Freetown. Es ging um 200.000 Euro.

Vergangenen Freitag erhielt die Organisation, die zuvor nach eigenen Angaben noch nie öffentliche Hilfsgelder beantragt hatte, sondern ihre Projekte bisher über Spenden finanziert, eine Antwort aus Berlin. In einer E-Mail, die SPIEGEL TV vorliegt, lehnt das zuständige Referat für Humanitäre Hilfe die Förderung der Isolationsstation für das Kinderkrankenhaus ab.

Die Begründung: "Das Zuwendungsrecht erlaubt die Förderung bereits begonnener Projekte nicht", heißt es. Da die Bautätigkeiten der Station schon vor einiger Zeit "ohne vorherige Inaussichtstellung und Genehmigung eines frühzeitigen Projektbeginns" durch das Referat in Angriff genommen worden seien, "schließt dies eine Förderung durch das Referat aus".
(...)

Samstag, 27.09.2014 – 17:21 Uhr
Zitat: von --
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ebola-regierung-prueft-militaer-schutz-fuer-freiwillige-helfer-a-994083.html

Samstag, 27.09.2014 – 17:21 Uhr

Die Bundeswehr soll in den Ebola-Gebieten Westafrikas helfen. Doch wie sicher ist der Einsatz? Nach SPIEGEL-Informationen denkt man im Verteidigungsministerium bereits über eine militärische Absicherung der Freiwilligen nach.
(...)
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte Anfang der Woche Bundeswehrangehörige dazu aufgerufen, sich als freiwillige Helfer in den Ebola-Gebieten zu melden. Mehr als 4500 Soldaten und Zivilisten sind dem Aufruf bisher gefolgt. Darunter sind Ärzte, Techniker und Logistikexperten.
(...)
In den betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Sierra Leone, Nigeria und Senegal haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 6500 Menschen mit dem Ebolavirus infiziert. Die Zahl der registrierten Toten liegt bei mehr als 3000, die Dunkelziffer könnte aber bei Weitem höher liegen. Die internationale Hilfe läuft bisher schleppend an. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte am Freitag bekannt gegeben,130 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Epidemie zur Verfügung zu stellen. (...)

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Nutzer2207941 | 30.09.2014 - 11:24

Sehr geehrter Ylander,

zu Ihrer ersten Frage:
Ich möchte erreichen, dass sich Bürger in Deutschland mit dieser Situation auseinandersetzten
und mehr darüber berichtet wird. Dazu wäre es sinnvoll, dass sich unsere Politiker
öfter mit diesem Thema befassen und es es mehr Zuspruch dafür in der Bevölkerung gibt.
Seien wir ehrlich, seit dem unsere Verteidigungsministerin die große Rückmeldung an Freiwilligen
bekommen hat und die erste Maschine in den Sengal gestartet ist, ist es sehr ruhig, um die Krise in Westafrika, in den Medien geworden. Doch das Engagement ist nicht groß genug verglichen mit den Auswirkungen die das Ebola-Virus hat und noch haben wird.
Daher ist es mir wichtig und ich glaube, dass nur wenn die Bürger und Organisationen wie MSF (Ärzte ohne Grenzen) ständig Druck auf die Regierung ausüben, die Regierung der den betroffenen Ländern in angemessenen Umfang helfen wird.

zu Ihrer zweiten Frage:
Ich bin kein Experte oder Fachmann,doch vor einigen Wochen hat sich die liberianische Präsidentin Johnson Sirleaf in einem offenen Brief an Merkel gewandt. Dort hat sie einen konkreten Hilfsplan aufgestellt, wie man der Seuche schnell und effiziert beikommen kann. Am wichtigsten ist vor allem, dass mehr geeignete Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden und mehr Experten vor Ort sind, damit Infizierte behandelt werden können und so nicht, wie bis jetzt oft in Liberia der Fall, ohne Hilfe wieder nach Hause geschickt werde müssen. Diese Praxis hatte bis vor Wochen die Folge, dass dadurch das Kranke in in Quarantäne kamen, noch mehr Menschen in ihrem Umfeld ansteckten.

zu Ihrer dritten Frage:
Nein ich werde nicht vor Ort helfen, da ich keine medizinischen Kenntnisse besitze.
Jedoch unterstütze ich diejenigen, die sich dazu bereit erklären und habe hohe Achtung
vor diesen Menschen. Deshalb finde ich, dass wenigste was man tun kann, um auch diese
Helfer zu unterstützen, ist sich hier für mehr Hilfe zu engagieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und die Fragen klären.

Mit freundlichen Grüßen

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