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Diskussion zur Petition 183549

Lebens- und Genussmittel

Verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln vom 04.07.2025

Diskussionszweig: Der Wunsch ist der Vater des Gedanken

Heinz 548 | 07.08.2025 - 16:21

Der Wunsch ist der Vater des Gedanken

Anzahl der Antworten: 1

Ich amüsiere mich ständig über liebe und nette Mitmenschen welche irgendwelche Informationen auf Verpackungen fordern. Informationen die kaum einer liest, Informationen die niemand versteht oder zuordnen kann.

Da wird nicht nur das MHD gefordert, sondern auch das Verpackungsdatum, angereichert mit dem Fertigungsdatum (denn das könnte ja um Jahre unterschiedlich sein.) Nicht nur die Bestandteile(!) der Verpackungsfolie wollen einige ganz genau erklärt und ausgewiesen wissen, sondern auch noch den Hersteller, denn die Bestandteile der Verpackungsfolie könnten ja bei Vollmond und ungeradem Datum in das Lebensmittel übergegangen sein.

Andere stehen da lieber auf einem oder mehrere der über 1.000 Lebensmittel- Labels, selbstverständlich barrierefrei aufgedruckt. Wieder andere möchten die Adresse des Herstellers um seine E- Mailadresse und Telefonnummer erweitert wissen. Andere wiederum möchten dass Bio-Produkte deutlich mit mindestens 6 x 6 cm großem Label in grüner Hintergrundfarbe und weiß beschriftet mit „BIO“ versehen wird, u. das Ganze per EU- Verordnung EU- Weit eingeführt wird, dafür alle anderen Produkte ein 6 x 6 cm rotes Label, Aufschrift „NO BIO“. Und da gibt es noch die, die seit gut 20 Jahren mehrsprachiger Aufdruck auf Lebensmittel fordern: Deutsch, Englisch und arabisch; ich schlage da noch Hindi, Khmer und Nauruisch vor.

Da gibt es noch die nationale Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung kurz LMIDV auf die genau hingewiesen werden muss, meinen ganz kluge Verbraucher. Da gibt es auch noch den Nutri-Score, Keyhole oder NutrInform Battery, Healthy Living und das ProtectiveFood-Symbol.
Alle haben eines gemeinsam: Gefühlte 85% der Bevölkerung liest das nicht, versteht das nicht oder es ist ihnen völlig egal.

Otext: „Nur so ist echte Transparenz möglich und der Verbraucher kann nachvollziehen, wer konkret für Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb verantwortlich ist.“

AW: Klar bringt das Transparenz. Transparenz denen nicht wenige am Hintern vorbeigeht, weil: Hauptsache billig, Schweinefleisch sechsfuffzig pro Kilo. Brot pro Kilo zweiachtzig…


Otext: „Umgekehrt ist bei anonymen Produkten nicht nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden.“

AW: Warum kaufen Sie denn dieses „anonyme Produkt“? ...billig nicht wahr…?


Otext: „Wenn erkennbar ist, dass ein Produkt von einem Betrieb aus der Region stammt, können Verbraucher bewusst regional einkaufen (…)

AW: Tun die Verbraucher aber nicht, Bei ebay, Amazon, Lieferandi ist es halt billiger,- auch Lebensmittel, Fleisch u. Wurst. Und… ganz wichtig: Der Postbote bringts Paket an die Wohnungstür…


Otext: „Die Angabe des tatsächlichen Herstellers, des Verpackers und des Auftraggebers schafft Transparenz, schützt den Verbraucher, (…)

AW: Wird kaum ein Hersteller machen, Stichwort: Konkurrenzschutz.


Otext: „(…)stärkt die regionale Wirtschaft und fördert faire Wettbewerbsbedingungen. (…)

AW: Tut es aber nicht, wenn ich den „ganz gesund lebenden Verbrauchern“ zu höre, müssten vor Bio- Läden oder Hofläden die Kunden Schlange stehen, -tun sie aber nicht, weil… wie bereits gesagt: Da ist es halt nicht so billig wie im Supermarkt mit wöchentlich wechselnden Schäppchenangebote… mit Kneifzangen, Gartenhäcksler und Wollsocken auf dem Wühltisch…
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