Text der Petition
Mit der Petition wird eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln gefordert. Es muss erkennbar sein, wer das Produkt überwiegend hergestellt oder den letzten Produktionsschritt durchgeführt hat, wer es verpackt hat und gegebenenfalls für wen es produziert wurde. Nur so ist echte Transparenz möglich und der Verbraucher kann nachvollziehen, wer konkret für Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb verantwortlich ist.
Begründung
Auf vielen verpackten Lebensmitteln fehlt die Information, wer das Produkt tatsächlich hergestellt hat. Stattdessen ist oft nur eine Vertriebsadresse oder der Hinweis „Hergestellt für …“ zu finden. Diese Praxis verschleiert die tatsächliche Herkunft eines Produkts und nimmt dem Verbraucher wichtige Entscheidungsgrundlagen. Warum ist die Nennung des tatsächlichen Herstellers wichtig? Rückschluss auf Hygienestandards und Qualität. Viele bekannte Hersteller stehen für bestimmte Produktionsbedingungen, Sicherheitsstandards und Qualitätssicherung. Wird ein Produkt von einem solchen Betrieb gefertigt, können Verbraucher darauf vertrauen, dass bestimmte Anforderungen eingehalten werden. Umgekehrt ist bei anonymen Produkten nicht nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. Verbraucher haben ein Recht auf Transparenz. Wer ein Produkt kauft, sollte wissen dürfen, von wem es stammt – so wie es bei anderen Konsumgütern selbstverständlich ist. Die Angabe des tatsächlichen Produzenten fördert die Nachvollziehbarkeit entlang der gesamten Lieferkette und hilft, informierte Entscheidungen zu treffen. Förderung regionaler Wirtschaft und lokaler Produzenten. Wenn erkennbar ist, dass ein Produkt von einem Betrieb aus der Region stammt, können Verbraucher bewusst regional einkaufen und damit kleinere und mittlere Unternehmen unterstützen. Dies stärkt lokale Wirtschaftskreisläufe und reduziert Transportwege – ein Plus für Umwelt und Klima. Vertrauensaufbau und Verbraucherschutz. Klarheit über den Hersteller ermöglicht es Verbrauchern, sich gezielt für oder gegen bestimmte Marken und Produktionsweisen zu entscheiden – z. B. bei Themen wie Tierwohl, faire Arbeitsbedingungen oder ökologische Nachhaltigkeit. Vermeidung von Irreführung. Die derzeit übliche Praxis, Produkte unter Handelsmarken oder anonymen Marken zu vertreiben, lässt viele Verbraucher glauben, es handle sich um ein Markenprodukt oder eine Eigenentwicklung. In Wirklichkeit stammt das Produkt oft von einem bekannten Hersteller – oder im Gegenteil, von einem anonymen Massenproduzenten. Eine klare Angabe schützt vor Täuschung.
Die Angabe des tatsächlichen Herstellers, des Verpackers und des Auftraggebers schafft Transparenz, schützt den Verbraucher, stärkt die regionale Wirtschaft und fördert faire Wettbewerbsbedingungen. Es ist an der Zeit, diese Informationen verpflichtend und gut sichtbar auf allen verpackten Lebensmitteln offenzulegen. Für hochverarbeitete Produkte bedarf es ebenfalls einer praktiblen Lösung. Etwa, dass über eine bestimmte Anzahl an beteiligten Herstellern alle weiteren auf einer Landingpage einer QR-Codes aufgeführt werden müssen. Es soll zugleich kein "Bürokratiemonster" werden.
Da wird nicht nur das MHD gefordert, sondern auch das Verpackungsdatum, angereichert mit dem Fertigungsdatum (denn das könnte ja um Jahre unterschiedlich sein.) Nicht nur die Bestandteile(!) der Verpackungsfolie wollen einige ganz genau erklärt und ausgewiesen wissen, sondern auch noch den Hersteller, denn die Bestandteile der Verpackungsfolie könnten ja bei Vollmond und ungeradem Datum in das Lebensmittel übergegangen sein.
Andere stehen da lieber auf einem oder mehrere der über 1.000 Lebensmittel- Labels, selbstverständlich barrierefrei aufgedruckt. Wieder andere möchten die Adresse des Herstellers um seine E- Mailadresse und Telefonnummer erweitert wissen. Andere wiederum möchten dass Bio-Produkte deutlich mit mindestens 6 x 6 cm großem Label in grüner Hintergrundfarbe und weiß beschriftet mit „BIO“ versehen wird, u. das Ganze per EU- Verordnung EU- Weit eingeführt wird, dafür alle anderen Produkte ein 6 x 6 cm rotes Label, Aufschrift „NO BIO“. Und da gibt es noch die, die seit gut 20 Jahren mehrsprachiger Aufdruck auf Lebensmittel fordern: Deutsch, Englisch und arabisch; ich schlage da noch Hindi, Khmer und Nauruisch vor.
Da gibt es noch die nationale Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung kurz LMIDV auf die genau hingewiesen werden muss, meinen ganz kluge Verbraucher. Da gibt es auch noch den Nutri-Score, Keyhole oder NutrInform Battery, Healthy Living und das ProtectiveFood-Symbol.
Alle haben eines gemeinsam: Gefühlte 85% der Bevölkerung liest das nicht, versteht das nicht oder es ist ihnen völlig egal.
Otext: „Nur so ist echte Transparenz möglich und der Verbraucher kann nachvollziehen, wer konkret für Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb verantwortlich ist.“
AW: Klar bringt das Transparenz. Transparenz denen nicht wenige am Hintern vorbeigeht, weil: Hauptsache billig, Schweinefleisch sechsfuffzig pro Kilo. Brot pro Kilo zweiachtzig…
Otext: „Umgekehrt ist bei anonymen Produkten nicht nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden.“
AW: Warum kaufen Sie denn dieses „anonyme Produkt“? ...billig nicht wahr…?
Otext: „Wenn erkennbar ist, dass ein Produkt von einem Betrieb aus der Region stammt, können Verbraucher bewusst regional einkaufen (…)
AW: Tun die Verbraucher aber nicht, Bei ebay, Amazon, Lieferandi ist es halt billiger,- auch Lebensmittel, Fleisch u. Wurst. Und… ganz wichtig: Der Postbote bringts Paket an die Wohnungstür…
Otext: „Die Angabe des tatsächlichen Herstellers, des Verpackers und des Auftraggebers schafft Transparenz, schützt den Verbraucher, (…)
AW: Wird kaum ein Hersteller machen, Stichwort: Konkurrenzschutz.
Otext: „(…)stärkt die regionale Wirtschaft und fördert faire Wettbewerbsbedingungen. (…)
AW: Tut es aber nicht, wenn ich den „ganz gesund lebenden Verbrauchern“ zu höre, müssten vor Bio- Läden oder Hofläden die Kunden Schlange stehen, -tun sie aber nicht, weil… wie bereits gesagt: Da ist es halt nicht so billig wie im Supermarkt mit wöchentlich wechselnden Schäppchenangebote… mit Kneifzangen, Gartenhäcksler und Wollsocken auf dem Wühltisch…